Home Staging
Wie professionell inszenierte Immobilien schneller Käufer finden und bessere Ergebnisse erzielen
Home Staging – warum der erste Eindruck über den Verkauf entscheidet
Der Verkauf einer Immobilie ist keine rein sachliche Entscheidung. Grundrisse, Quadratmeterzahlen und Energiekennwerte sind wichtig – doch ob ein Interessent sich wirklich für ein Objekt begeistert, entscheidet sich häufig viel früher. Aus meiner langjährigen Erfahrung weiß ich: Oft reichen wenige Sekunden. Springt in dieser Zeit der berühmte Funke nicht über, wird selbst die schönste Immobilie zur bloßen Ansammlung von Räumen.
Genau hier setzt Home Staging an – ein Verfahren, das in Deutschland lange unterschätzt wurde, inzwischen aber zunehmend an Bedeutung gewinnt. Ziel ist es, eine Immobilie für den Verkauf so aufzubereiten, dass sie emotional anspricht und ihr volles Potenzial zeigt.

Wohnen auf Zeit – wie ein Filmset für Immobilien
Beim Home Staging wird eine bewusst neutrale, aber hochwertige Wohnwelt geschaffen. Möbel, Licht, Farben und Accessoires werden gezielt eingesetzt, um Räume größer, heller und einladender wirken zu lassen. Im Grunde entsteht eine Art „Filmset“: nicht zum dauerhaften Wohnen gedacht, sondern dafür, dem Betrachter sofort ein positives Wohngefühl zu vermitteln.
Ein aktuelles Beispiel ist ein Reihenhaus im Bonner Stadtteil Lessenich/Meßdorf, das mit einem Startpreis von 350.000 Euro angeboten wird. Für den Open-Haus-Termin wurde das Objekt von Susan Rau, einer auf Home Staging spezialisierten Unternehmerin aus Wuppertal, professionell eingerichtet. Ob sich dadurch schneller ein Käufer findet, wird sich zeigen – die Voraussetzungen dafür sind jedenfalls deutlich verbessert.
Warum Neutralität überzeugt
Ein zentraler Grundsatz des Home Staging ist die Entpersonalisierung. Private Fotos, religiöse Symbole, Sammlungen oder übermäßiger Dekor werden bewusst entfernt. Das hat einen einfachen psychologischen Hintergrund: Je weniger die Immobilie von der Persönlichkeit des bisherigen Eigentümers geprägt ist, desto leichter fällt es Interessenten, sich selbst dort wohnen zu sehen.
Oder anders gesagt: Niemand möchte das Gefühl haben, in die Privatsphäre eines anderen einzudringen. Eine neutral präsentierte Immobilie eröffnet dagegen Raum für eigene Vorstellungen und Ideen.
Ein Berufsbild mit Zukunft
Home Staging ist längst mehr als ein modischer Trend. Die Deutsche Gesellschaft für Home Staging und Redesign zählt heute rund 200 spezialisierte Agenturen in Deutschland – bei der Vereinsgründung 2010 waren es gerade einmal 20. In den USA ist das Verfahren bereits seit den 1970er-Jahren etabliert. Dass es sich hierzulande erst später durchgesetzt hat, liegt weniger an seiner Wirksamkeit als an der langsamen Entwicklung des Marktes.
Der Vergleich ist naheliegend: Ein gebrauchtes Auto würde niemand ungewaschen und ungepflegt verkaufen. Warum also eine Immobilie?
Kosten, Nutzen und der entscheidende Vorteil
Die Kosten für Home Staging liegen in der Regel zwischen ein und drei Prozent des Verkaufspreises. Ja, häufig lässt sich durch die professionelle Aufbereitung auch ein höherer Preis erzielen – Größenordnungen von zehn bis 15 Prozent sind keine Seltenheit. Für mich steht jedoch ein anderer Aspekt im Vordergrund: die deutlich verkürzte Verkaufszeit.
Während Häuser ohne besondere Vorbereitung oft ein halbes Jahr oder länger am Markt sind, lassen sich gestagte Immobilien vielfach in wenigen Wochen verkaufen. Ein Beispiel aus Wachtberg zeigt das eindrucksvoll: Dort war ein Objekt nach rund 60 Tagen veräußert. Das spart Zeit, senkt laufende Kosten für den Verkäufer und reduziert den Aufwand für alle Beteiligten.
Hinzu kommt ein weiterer Vorteil: Kaufinteressenten sehen bereits beim ersten Termin, welches Potenzial in einer Immobilie steckt. Viele Menschen können sich leerstehende oder stark individualisierte Räume schlicht nicht vorstellen – Home Staging übernimmt diese gedankliche Arbeit.
Vom Einfamilienhaus bis zur Gewerbeimmobilie
Home Staging eignet sich nicht nur für hochwertige Villen oder Neubauten. Im Gegenteil: Gerade bei Bestandsimmobilien, älteren Häusern oder auch gewerblich genutzten Objekten kann der Effekt besonders stark sein. Kolleginnen wie Andrea Heppe von „Stilquelle“ berichten sogar von Fällen, in denen Immobilien dank eines überzeugenden Einrichtungskonzepts noch am Tag der Präsentation verkauft wurden.
Mein Fazit: Jede Immobilie profitiert davon, beim Verkauf im bestmöglichen Licht gezeigt zu werden – unabhängig von Größe, Lage oder Preisklasse. Home Staging ist kein Selbstzweck, sondern ein wirkungsvolles Instrument, um Angebot und Nachfrage schneller und besser zusammenzubringen.
Sie möchten wissen, welches Potenzial in Ihrer Immobilie steckt?
Lassen Sie uns gemeinsam prüfen, ob und in welchem Umfang Home Staging für Ihr Objekt sinnvoll ist. Ich berate Sie realistisch, individuell und mit Blick auf einen zügigen, marktgerechten Verkauf.
📞 Nehmen Sie Kontakt auf – ein gutes Verkaufsergebnis beginnt mit dem richtigen ersten Eindruck. Telefon: 02631 8256829




