Augen auf beim Immobilienkauf

Haben Sie Ihre Wunschimmobilie gefunden, sind Sich aber nicht sicher wie es weiter gehen soll? Folgende Erleuterungen sollen Sie dabei unterstützen.

1. Vor der Beurkundung

Der Käufer sollte sich rechtzeitig vor der Beurkundung eingehend mit dem Kaufgegenstand auseinandersetzen. Dazu gehört etwa

  • die Bebaubarkeit oder bei bestehenden Bauten deren rechtmäßige Errichtung (Vorliegen einer Baugenehmigung oder Genehmigungsfreistellung) einschließlich möglicher Beschränkungen durch Baulasten (Einsehen des Baulastenverzeichnisses, soweit in der betreffenden Gemeinde vorhanden) zu prüfen,
  • den Zustand der Gebäude zu begutachten, etwa durch gemeinsame Besichtigung mit dem Verkäufer, Prüfung des Energieausweises,

Tipp: Hier greift unser „Hausinspektions-Bericht

  • den Stand der Erschließung und deren Abrechnung mit dem bisherigen Eigentümer zu prüfen (auch durch Nachfrage bei der Gemeindeverwaltung),
  • die in der Natur ersichtliche Grundstücksgrenze und -größe mit den im Liegenschaftskataster verzeichneten Daten abzugleichen,
  • bei Wohnungseigentum zu prüfen/prüfen zu lassen, ob der Verkäufer seine Pflichten gegenüber der Eigentümergemeinschaft erfüllt (insbesondere Wohngeld, sonstige Zahlungspflichten),
  • die Infrastruktur der Umgebung zu erkunden (etwa nahe gelegenes Industriegebiet, landwirtschaftlicher Betrieb, Flughafen, Mülldeponie, Autobahn),
  • das Vorhandensein von Altlasten abzuklären (z. B. Einsehen des Altlastenregisters, soweit in der betreffenden Gemeinde vorhanden),
  • mögliche steuerliche Folgen zu klären (etwa Werbungskosten bei angestrebter Vermietung).

Der Käufer sollte auch vor der Beurkundung die Finanzierung des Immobilienerwerbs sicherstellen. Dazu wird er

  • den Finanzierungsbedarf abstecken müssen (insbesondere Kaufpreis einschließlich Nebenleistungen (Grunderwerbsteuer, Gebühren für Notar und Grundbuchamt) sowie zusätzliche Mittel für Renovierungen),
  • notwendige Darlehensverträge abschließen und zugleich die von der Bank gewünschten Sicherheiten (insbesondere Grundschulden) absprechen.

2. Während der Beurkundung

Während der Beurkundung wird den Beteiligten vom Notar der Kaufvertrag vorgelesen und zugleich erläutert. Dies gibt den Beteiligten Gelegenheit, Fragen über Unklarheiten zu stellen und sich den genauen Ablauf sowie seine Absicherung erläutern zu lassen. Mit der Unterschrift unter dem beurkundeten Vertrag wird dieser für Verkäufer und Käufer verbindlich.

3. Nach der Beurkundung

Nach der Beurkundung muss der Käufer

  • auf Aufforderung durch den Notar (aber auch nur hiernach) den Kaufpreis nach Maßgabe der sog. Fälligkeitsmitteilung entrichten,
  • sofern ein entsprechender Steuerbescheid vorliegt, die Grunderwerbsteuer begleichen, da von dem Vorliegen der so genannten Unbedenklichkeitsbescheinigung des Finanzamtes die Umschreibung des Grundstückes auf den Käufer im Grundbuch abhängig ist.

Wer gut informiert ist, kann besser entscheiden.

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